Ein Community Land Trust für Berlin

Über uns

Die Initiative zur Gründung der Stadtbodenstiftung

In unserem Basis-Dokument sind die Ziele der Stadtbodenstiftung ausformuliert.

Ziel unserer Initiative ist es, einen Gegenpol zur Spekulationsspirale in Berlin zu setzen, indem Grund und Boden dem profitorientierten Markt entzogen und für eine gemeinwohlorientierte Bewirtschaftung gesichert werden. So soll das erhalten bleiben oder geschaffen werden, was in den jeweiligen Nachbar­schaften gebraucht wird: günstiger Wohnraum, gewerbliche, soziale oder kulturelle Nutzungen – von Nachbarschaftszentren über Gewerbehöfe bis zu Gemeinschaftsgärten.

Anfang 2018 entstand der Wille, sich als Initiative darauf zu fokussieren, eine Bodenstiftung zu gründen, die vom Modell des Community Land Trust (CLT) inspiriert sein sollte. Ein CLT erwirbt Boden, um ihn dauerhaft zu halten, wobei er gemeinschaftlich durch Nutzende, Nachbarschaft und Öffentlichkeit gesteuert wird.

Derzeit besteht die Initiative aus ca. 20 Personen aus unterschiedlichen Kontexten – aus Nachbarschaftsinitiativen, Genossenschaften, Hausprojekten, oder der Forschung. Es sind Aktivist*innen, am CLT-Modell Interessierte, aber auch alternative Projektentwickler*innen sowie in der Bezirkspolitik Aktive. Mit Unterstützung des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg in Person des Baustadtrats Florian Schmidt und einer durch dieses finanzierten Studie haben wir die konzeptionelle Grundlage für eine vom CLT-Modell inspirierte, demokratisierte Stiftung ­erarbeitet, aus der die künftige Stadtbodenstiftung erwachsen wird – aus Friedrichshain-Kreuzberg für Berlin. 

Die Struktur und die Satzung der Stiftung sind von der Initiative festgelegt worden. Es gab Gespräche mit Initiativen und Hausprojekten sowie erste Verhandlungen über zu erwerbende ­Immobilien. Die Arbeit der CLT-Initiative und die Konzeption einer entsprechenden Stiftung wurden im Rahmen verschiedener Veranstaltungen mit einer breiten Öffentlichkeit sowie mit Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung diskutiert und weiterentwickelt. 

Wir sind nun am Beginn unserer Kampagne zur Einwerbung von Stiftungszusagen der Stadtbodenstiftung.

Mitglieder des Kuratoriums

Diese Personen wurden für das Kuratorium durch die Mitglieder der Initiative gewählt:

Daniela Brahm

Orhan Esen

Daniela Brahm

Hintergrund

Bildende Künstlerin, Mitbegründerin und Teil der Geschäftsführung des 10.000 qm großen Gewerbeareals ExRotaprint, seit vielen Jahren in Berlin stadtpolitisch aktiv, beispielsweise in der Initiative Stadt Neudenken und dem Runden Tisch zur Neuausrichtung der Berliner Liegenschaftspolitik.

Darum bin ich dabei:

„Als Mieterinitiative hatten wir uns 2005 entschlossen, das ehemalige Rotaprintgelände zu erwerben. Schnell haben wir bemerkt, dass wir uns auch vor uns selbst schützen müssen, da mit dem Erwerb von Eigentum auch die Gefahr im Raum stand, dass es bei entsprechender Mehrheit wieder gewinnbringend veräußert wird. Die Aufteilung des Eigentums und eine Erbbaurechtskonstruktion mit den Stiftungen trias und Edith Maryon stellte für uns die ideale Lösung dar. Seitdem ist es mir ein großes Anliegen, verschiedene Konzepte von Eigentum an Boden zu entwickeln und zu etablieren und zu vermitteln, dass ein anderer Umgang mit dem Eigentum an Boden neue Möglichkeiten in der Stadt und für die Stadtgesellschaft eröffnen kann.“

Kontakt: brahm@exrotaprint.de

Orhan Esen

Hintergrund

Stadtforscher und Aktivist mit Hintergrund in Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Seit den 80ern in der Stadtpolitik und -planung aktiv, zunächst in seiner Heimatstadt Istanbul, als Mitbegründer einer Reihe von Initiativen, seit zwei Jahren auch in Berlin. Author und Herausgeber von Self Service City Istanbul (metroZones, 2005) zur Stadtentwicklung von unten.

Darum bin ich dabei:

„Die neueste Welle der Einwanderung nach Berlin, dessen Teil auch ich bin, macht einerseits Druck auf den Wohnungsmarkt. Zugleich ist das eine Chance für die Stadt, weil sie viele neue Mitbürger mit kritischem Know-How, historischen wie aktuellen Lösungsansätzen von Städten der Welt anzieht. Berlin könnte zu einem Laboratorium der Urbanisierung werden. Als Beispiel wäre etwa die kollektive historische Erfahrung Istanbuls, der Heimatstadt vieler Neuberliner, wo das Erbbaurecht bis in das späte 19. Jahrhundert hinein die Regel, das Privateigentum hingegen die Ausnahme war; wo das kollektive Gedächtnis einer Stadt mit Fokus auf Erbbaurecht die Geschichte der jüngeren stadtpolitischen Kämpfe zu Zeiten der Migration geprägt hat.

Meine jüngere Forschung brachte mich nach Berlin, wo ich mich parallel in beiden Städten zu Fragen der sozialen Nachhaltigkeit in Nachbarschaften gewidmet habe. Die Stadtbodenstiftung entstand zeitgleich, durch eine aufmerksame Beobachtung internationaler Erfahrungen. Ich schätzte sehr die Bereitschaft, von anderen zu lernen – an lokale Verhältnisse anzupassen.

Aus meiner Sicht hat die Stadtbodenstiftung das Potenzial, zu einer neuen Stadtvision beizutragen, in dem sie die Vorstellungen der alten sowie der neuen Berliner*innen in einen Dialog bringt, so dass es gelingen kann, eine gemeinsame Urbanität miteinander aufzubauen.“

Kontakt: orhan@urbanitiez.com

Theo Ioannidis

Jurek Kloska

Theo Ioannidis

Hintergrund

Promovierter Stadtforscher. Seit 2016 bei den Kreuzberger Grünen (u.a. im Kreisvorstand und Gründer der AG Stadt) und seit Januar 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter von Katrin Schmidberger, MdA.

Darum bin ich dabei:

„Weil es derzeit – mehr denn je – wichtig ist sich für die
Dekommodifizierung von Gütern wie städtischer Boden einzusetzen.
Verfügbarkeit für alle und gerechte Verteilung von Boden sind letztendlich essentiell, das sehen wir vor allem bei der Preisentwicklung Wohnen, Gewerbe und Daseinvorsorge. Boden soll ein Gemeingut sein und dem Markt entzogen werden.“

Kontakt: theo.ioannidis@gruene-xhain.de

Jurek Kloska

Hintergrund

Hat Philosophie und Geschichte studiert. Arbeitet bei den Ambulanten Diensten als Behindertenassistent. Seit 1996 in der Ruhrgebieter und seit 1998 in der Berliner Häuserszene, aber auch in der antifaschistischen, kapitalismuskritischen und ökologischen Arbeit aktiv. Engagiert sich in der Organisation von Mieterdemonstrationen wie in der Unterstützung von Mieter*innen, die Probleme mit ihrer Hausverwaltung und Hausbesitzer*innen haben.

Darum bin ich dabei:

„Die Entwicklung des Berliner Immobilienmarkts bietet kaum noch Platz für alternative Wohnprojekte. Wohnen ist jedoch ein Menschenrecht. Dies und der Ansatz der Stadtbodenstiftung, sich für direkte Demokratie und Selbstverwaltung in Hausprojekten einzusetzen, sind für mich wichtige Gründe, mich zu engagieren. Ich sehe in der Stadtbodenstiftung eine Möglichkeit, langfristig Räume für alternative Projekte schaffen kann.“

Kontakt: brzdonc@yahoo.de

Daniela Brahm

Hintergrund

Bildende Künstlerin, Mitbegründerin und Teil der Geschäftsführung des 10.000 qm großen Gewerbeareals ExRotaprint, seit vielen Jahren in Berlin stadtpolitisch aktiv, beispielsweise in der Initiative Stadt Neudenken und dem Runden Tisch zur Neuausrichtung der Berliner Liegenschaftspolitik.

Darum bin ich dabei:

„Als Mieterinitiative hatten wir uns 2005 entschlossen, das ehemalige Rotaprintgelände zu erwerben. Schnell haben wir bemerkt, dass wir uns auch vor uns selbst schützen müssen, da mit dem Erwerb von Eigentum auch die Gefahr im Raum stand, dass es bei entsprechender Mehrheit wieder gewinnbringend veräußert wird. Die Aufteilung des Eigentums und eine Erbbaurechtskonstruktion mit den Stiftungen trias und Edith Maryon stellte für uns die ideale Lösung dar. Seitdem ist es mir ein großes Anliegen, verschiedene Konzepte von Eigentum an Boden zu entwickeln und zu etablieren und zu vermitteln, dass ein anderer Umgang mit dem Eigentum an Boden neue Möglichkeiten in der Stadt und für die Stadtgesellschaft eröffnen kann.“

Kontakt: brahm@exrotaprint.de

Orhan Esen

Hintergrund

Stadtforscher und Aktivist mit Hintergrund in Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Seit den 80ern in der Stadtpolitik und -planung aktiv, zunächst in seiner Heimatstadt Istanbul, als Mitbegründer einer Reihe von Initiativen, seit zwei Jahren auch in Berlin. Author und Herausgeber von Self Service City Istanbul (metroZones, 2005) zur Stadtentwicklung von unten.

Darum bin ich dabei:

„Die neueste Welle der Einwanderung nach Berlin, dessen Teil auch ich bin, macht einerseits Druck auf den Wohnungsmarkt. Zugleich ist das eine Chance für die Stadt, weil sie viele neue Mitbürger mit kritischem Know-How, historischen wie aktuellen Lösungsansätzen von Städten der Welt anzieht. Berlin könnte zu einem Laboratorium der Urbanisierung werden. Als Beispiel wäre etwa die kollektive historische Erfahrung Istanbuls, der Heimatstadt vieler Neuberliner, wo das Erbbaurecht bis in das späte 19. Jahrhundert hinein die Regel, das Privateigentum hingegen die Ausnahme war; wo das kollektive Gedächtnis einer Stadt mit Fokus auf Erbbaurecht die Geschichte der jüngeren stadtpolitischen Kämpfe zu Zeiten der Migration geprägt hat.

Meine jüngere Forschung brachte mich nach Berlin, wo ich mich parallel in beiden Städten zu Fragen der sozialen Nachhaltigkeit in Nachbarschaften gewidmet habe. Die Stadtbodenstiftung entstand zeitgleich, durch eine aufmerksame Beobachtung internationaler Erfahrungen. Ich schätzte sehr die Bereitschaft, von anderen zu lernen – an lokale Verhältnisse anzupassen.

Aus meiner Sicht hat die Stadtbodenstiftung das Potenzial, zu einer neuen Stadtvision beizutragen, in dem sie die Vorstellungen der alten sowie der neuen Berliner*innen in einen Dialog bringt, so dass es gelingen kann, eine gemeinsame Urbanität miteinander aufzubauen.“

Kontakt: orhan@urbanitiez.com

Theo Ioannidis

Hintergrund

Promovierter Stadtforscher. Seit 2016 bei den Kreuzberger Grünen (u.a. im Kreisvorstand und Gründer der AG Stadt) und seit Januar 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter von Katrin Schmidberger, MdA.

Darum bin ich dabei:

„Weil es derzeit – mehr denn je – wichtig ist sich für die
Dekommodifizierung von Gütern wie städtischer Boden einzusetzen.
Verfügbarkeit für alle und gerechte Verteilung von Boden sind letztendlich essentiell, das sehen wir vor allem bei der Preisentwicklung Wohnen, Gewerbe und Daseinvorsorge. Boden soll ein Gemeingut sein und dem Markt entzogen werden.“

Kontakt: theo.ioannidis@gruene-xhain.de

Jurek Kloska

Hintergrund

Hat Philosophie und Geschichte studiert. Arbeitet bei den Ambulanten Diensten als Behindertenassistent. Seit 1996 in der Ruhrgebieter und seit 1998 in der Berliner Häuserszene, aber auch in der antifaschistischen, kapitalismuskritischen und ökologischen Arbeit aktiv. Engagiert sich in der Organisation von Mieterdemonstrationen wie in der Unterstützung von Mieter*innen, die Probleme mit ihrer Hausverwaltung und Hausbesitzer*innen haben.

Darum bin ich dabei:

„Die Entwicklung des Berliner Immobilienmarkts bietet kaum noch Platz für alternative Wohnprojekte. Wohnen ist jedoch ein Menschenrecht. Dies und der Ansatz der Stadtbodenstiftung, sich für direkte Demokratie und Selbstverwaltung in Hausprojekten einzusetzen, sind für mich wichtige Gründe, mich zu engagieren. Ich sehe in der Stadtbodenstiftung eine Möglichkeit, langfristig Räume für alternative Projekte schaffen kann.“

Kontakt: brzdonc@yahoo.de

Jan Kuhnert

Michael LaFond

Jan Kuhnert

Hintergrund

Geschäftsführer KUB Kommunal- und Unternehmensberatung GmbH, Vorstandsmitglied der Wohnraumversorgung Berlin – Anstalt öffentlichen Rechts sowie aktiv in der Rekommunalisierungsgruppe von Kotti & Co und beim Mietenvolksentscheid 2018.

Darum bin ich dabei:

„Bereits in den 1980er Jahren habe ich mit der Stiftung Nachbarschaftliche Träger eine allerdings öffentliche Stiftung gegründet. Diese hatte ähnliche Ideen wie die Stadtbodenstiftung: den Boden treuhänderisch zu verwalten, die Objekte den Hausgruppen zu übergeben und Selbstverwaltungsprojekte zu fördern. Die Stiftung wurde jedoch nach drei Jahren durch das Land Hessen wieder aufgelöst. Aus meiner Sicht waren gerade die Projekte, die eine Trennung vom Boden und Verfügung über das Haus aufweisen, die Träger von Innovation in den letzten Jahren. Zudem interessiert mich an der Stadtbodenstiftung das Spannungsfeld von Professionalität des Prozesses und Demokratisierung der Entscheidung.“

Kontakt: kuhnert@kub-beratung.de

Michael LaFond

Hintergrund

Forschungs-, Netzwerk- und Lehrarbeit zum gemeinwohlorientierten, selbstorganisierten, demokratischen Stadtentwicklungs- und Wohnformen, wie Genossenschaften und Community Land Trusts. Mit id22: Institut für kreative Nachhaltigkeit koordiniert Projekte wie: die Veröffentlichung CoHousing Inclusive,  die jährliche WohnProjekteTage EXPERIMENTDAYS, und die Online Plattform CoHousing|Berlin.

Darum bin ich dabei:

„Berliner*innen wünschen sich mehr Teilhabe: politisch und ökonomisch, aber auch menschlich gesehen. Dadurch entwickeln wir uns auch als Stadtgesellschaft weiter und gründen gemeinnützigen, lokalen, langfristigen Strukturen wie die Stadtbodenstiftung!“

Kontakt: michael@id22.net

David Robotham

Gertrud Trisolini

David Robotham

Hintergrund:

Stadtsoziologe, Creative Director im Musik- und Nachtbetrieb und Projektmanager der Wohnungsbaugenossenschaft „Am Ostseeplatz“ eG.

Darum bin ich dabei:

„Mit der steigenden Kommerzialisierung der urbanen Räume verfällt der Alltag der Stadtbewohnerinnen und Bewohner zunehmend unter eine allübergreifende Logik der Verwertung. Dabei leiden Bedürfnisse auf gesellschaftliche Teilhabe,  individuellen Schutzraum, ökologische Nachhaltigkeit sowie kreative Entfaltung zunehmend unter dem Dogma der Profitmaximierung.Ich unterstütze die Stadtbodenstiftung, weil sie die Abwärtsspirale der Kommodifizierung durchbricht und den städtischen Boden, wortwörtlich die Grundlage unseres gesamten Alltags in der Stadt, der Gemeinschaft durch transparente demokratische Teilhabe zurückführt, um sich eben für die Bedürfnisse der Allgemeinheit einzusetzen. Ich bin davon überzeugt, dass sich die Stadtbodenstiftung als ein Vorzeigemodell der nachhaltigen Stadtentwicklung durchsetzen wird.“

Gertrud Trisolini

Kommunikationswissenschaftlerin, Stadtimkerin

Hintergrund

Als „gelernte Haus-und- Instandbesetzerin“ der frühen 1980-er Jahre, Gründungsmitglied der Luisenstadt eG, langjähriger Vorstand und derzeit Aufsichtsratsmitglied, habe ich vielfältige Erfahrungen gesammelt, von: legal, illegal, scheißegal bis zum Erwerb von genossenschaftlichem Eigentums, geteilt mit 500 Genossen/Innen in 20 Häusern rund um den Rio Reiser Platz.
Fazit: Wir sind gekommen und wir bleiben – selbstbestimmt und selbstverwaltet!

Darum bin ich dabei

Der Rückkauf der Oranienstraße aus Spekulantenhand, um nachbarschaftliche Frei-Räume retten zu können, denn die machen Kreuzberg aus und sind unbedingt erhaltenswert. Es gibt viel zu tun: Grund-und-Boden muss alternativlos neutralisiert und dem Markt der Spekulation entzogen werden.

Jan Kuhnert

Hintergrund

Geschäftsführer KUB Kommunal- und Unternehmensberatung GmbH, Vorstandsmitglied der Wohnraumversorgung Berlin – Anstalt öffentlichen Rechts sowie aktiv in der Rekommunalisierungsgruppe von Kotti & Co und beim Mietenvolksentscheid 2018.

Darum bin ich dabei:

„Bereits in den 1980er Jahren habe ich mit der Stiftung Nachbarschaftliche Träger eine allerdings öffentliche Stiftung gegründet. Diese hatte ähnliche Ideen wie die Stadtbodenstiftung: den Boden treuhänderisch zu verwalten, die Objekte den Hausgruppen zu übergeben und Selbstverwaltungsprojekte zu fördern. Die Stiftung wurde jedoch nach drei Jahren durch das Land Hessen wieder aufgelöst. Aus meiner Sicht waren gerade die Projekte, die eine Trennung vom Boden und Verfügung über das Haus aufweisen, die Träger von Innovation in den letzten Jahren. Zudem interessiert mich an der Stadtbodenstiftung das Spannungsfeld von Professionalität des Prozesses und Demokratisierung der Entscheidung.“

Kontakt: kuhnert@kub-beratung.de

Michael LaFond

Hintergrund

Forschungs-, Netzwerk- und Lehrarbeit zum gemeinwohlorientierten, selbstorganisierten, demokratischen Stadtentwicklungs- und Wohnformen, wie Genossenschaften und Community Land Trusts. Mit id22: Institut für kreative Nachhaltigkeit koordiniert Projekte wie: die Veröffentlichung CoHousing Inclusive,  die jährliche WohnProjekteTage EXPERIMENTDAYS, und die Online Plattform CoHousing|Berlin.

Darum bin ich dabei:

„Berliner*innen wünschen sich mehr Teilhabe: politisch und ökonomisch, aber auch menschlich gesehen. Dadurch entwickeln wir uns auch als Stadtgesellschaft weiter und gründen gemeinnützigen, lokalen, langfristigen Strukturen wie die Stadtbodenstiftung!“

Kontakt: michael@id22.net

David Robotham

Hintergrund:

Stadtsoziologe, Creative Director im Musik- und Nachtbetrieb und Projektmanager der Wohnungsbaugenossenschaft „Am Ostseeplatz“ eG.

Darum bin ich dabei:

„Mit der steigenden Kommerzialisierung der urbanen Räume verfällt der Alltag der Stadtbewohnerinnen und Bewohner zunehmend unter eine allübergreifende Logik der Verwertung. Dabei leiden Bedürfnisse auf gesellschaftliche Teilhabe,  individuellen Schutzraum, ökologische Nachhaltigkeit sowie kreative Entfaltung zunehmend unter dem Dogma der Profitmaximierung.Ich unterstütze die Stadtbodenstiftung, weil sie die Abwärtsspirale der Kommodifizierung durchbricht und den städtischen Boden, wortwörtlich die Grundlage unseres gesamten Alltags in der Stadt, der Gemeinschaft durch transparente demokratische Teilhabe zurückführt, um sich eben für die Bedürfnisse der Allgemeinheit einzusetzen. Ich bin davon überzeugt, dass sich die Stadtbodenstiftung als ein Vorzeigemodell der nachhaltigen Stadtentwicklung durchsetzen wird.“

Gertrud Trisolini

Kommunikationswissenschaftlerin, Stadtimkerin

Hintergrund

Als „gelernte Haus-und- Instandbesetzerin“ der frühen 1980-er Jahre, Gründungsmitglied der Luisenstadt eG, langjähriger Vorstand und derzeit Aufsichtsratsmitglied, habe ich vielfältige Erfahrungen gesammelt, von: legal, illegal, scheißegal bis zum Erwerb von genossenschaftlichem Eigentums, geteilt mit 500 Genossen/Innen in 20 Häusern rund um den Rio Reiser Platz.
Fazit: Wir sind gekommen und wir bleiben – selbstbestimmt und selbstverwaltet!

Darum bin ich dabei

Der Rückkauf der Oranienstraße aus Spekulantenhand, um nachbarschaftliche Frei-Räume retten zu können, denn die machen Kreuzberg aus und sind unbedingt erhaltenswert. Es gibt viel zu tun: Grund-und-Boden muss alternativlos neutralisiert und dem Markt der Spekulation entzogen werden.

Aslı Varol

Aslı Varol

Hintergrund

Architektin v.a. für gemeinwohlorientierte Mieter*innenprojekte und Mitbegründerin von Campus Cosmopolis, einem Wohn- und Nachbarschaftsprojekt von alten und neuen Berliner*innen (von solchen, die seit langem hier wohnen, von Migrant*innen und geflüchteten Menschen)

Darum bin ich dabei:

„Seit mehreren Jahren setze ich mich für eine selbstbestimmte und sozial ausgeglichene Stadtentwicklung ein. Ein wichtiges Anliegen, das ich auch durch die Stadtbodenstiftung vertreten sehe, ist für mich die Einbeziehung von Nutzer*innen und nicht-organisierter Nachbarschaft in Planungs- und Entscheidungsprozesse. Mir ist es wichtig, Beteiligungsstrukturen zu schaffen, die unabhängig von gesellschaftlichen Machtstrukturen funktionieren, und in denen Menschen mit unterschiedlichen ökonomischen Hintergründen und unterschiedlichen Sprachen gemeinsam ihr Wissen, ihre Bedürfnisse und Ideen einbringen und verwirklichen können.“

Kontakt: av@coop-disco.net

Aslı Varol

Hintergrund

Architektin v.a. für gemeinwohlorientierte Mieter*innenprojekte und Mitbegründerin von Campus Cosmopolis, einem Wohn- und Nachbarschaftsprojekt von alten und neuen Berliner*innen (von solchen, die seit langem hier wohnen, von Migrant*innen und geflüchteten Menschen)

Darum bin ich dabei:

„Seit mehreren Jahren setze ich mich für eine selbstbestimmte und sozial ausgeglichene Stadtentwicklung ein. Ein wichtiges Anliegen, das ich auch durch die Stadtbodenstiftung vertreten sehe, ist für mich die Einbeziehung von Nutzer*innen und nicht-organisierter Nachbarschaft in Planungs- und Entscheidungsprozesse. Mir ist es wichtig, Beteiligungsstrukturen zu schaffen, die unabhängig von gesellschaftlichen Machtstrukturen funktionieren, und in denen Menschen mit unterschiedlichen ökonomischen Hintergründen und unterschiedlichen Sprachen gemeinsam ihr Wissen, ihre Bedürfnisse und Ideen einbringen und verwirklichen können.“

Kontakt: av@coop-disco.net

Zukünftige Vorstandsmitglieder

Das Kuratorium hat als zukünftige Vorstandsmitglieder folgende Personen bestimmt:

Sabine Horlitz

André Sacharow

Sabine Horlitz

Hintergrund

Architektin und Stadtforscherin mit Schwerpunkt auf Stadt- und Wohnungspolitik und nicht-gewinnorientierten Eigentumsmodellen

Seit Mitte der 1990er Jahre in verschiedenen Berliner stadtpolitischen Initiativen aktiv; aktuell Mitinitiatorin der Nachbarschaftsinitiative „ps wedding“ und koordinierend in der Stadtbodenstiftung

Darum bin ich dabei:

„Weil die Stadtbodenstiftung Boden dauerhaft dem spekulativen Markt entzieht und Strukturen für zivilgesellschaftliche Mitbestimmung und nachbarschaftliche Selbstverwaltung schafft. Die Stiftung geht über Einzelprojekte hinaus und kann helfen, diese untereinander und mit den jeweiligen Nachbarschaften zu verbinden. Sie zeigt Möglichkeiten der Mitbestimmung über städtischen Boden und seine Nutzungen auf, die in ferner Zukunft auch einmal Eingang in staatliches und Verwaltungshandeln finden könnten, beispielsweise in die Konzeption eines zivilgesellschaftlich getragenen, kommunalen Bodenfonds oder die dauerhafte Sicherung rekommunalisierten Eigentums.“

André Sacharow

Hintergrund

Ein Bein im Mietenaktivismus (AmMa65), ein Bein im Lernen einer neuen Form von Ko-Produktion zwischen Zivilgesellschaft und Stadtverwaltung. Derzeit Großteil meiner Zeit aktiv für die Stadtbodenstiftung in koordinierenden Aufgaben. Interdisziplinäres Studium in London mit Fokus auf Stadt, Beteiligung am Aufbau eines Community Land Trust dort.

Darum bin ich dabei:

„In der Stadtbodenstiftung sehe ich ein Zusammenkommen von unterschiedlichsten Menschen und Interessen, um gemeinsam etwas gegen die Verdrängung in unserer Stadt zu tun. Damit Stadt Gemeingut wird, müssen wir neue Strukturen schaffen!“

Kontakt: kontakt@stadtbodenstiftung.de

Sabine Horlitz

Hintergrund

Architektin und Stadtforscherin mit Schwerpunkt auf Stadt- und Wohnungspolitik und nicht-gewinnorientierten Eigentumsmodellen

Seit Mitte der 1990er Jahre in verschiedenen Berliner stadtpolitischen Initiativen aktiv; aktuell Mitinitiatorin der Nachbarschaftsinitiative „ps wedding“ und koordinierend in der Stadtbodenstiftung

Darum bin ich dabei:

„Weil die Stadtbodenstiftung Boden dauerhaft dem spekulativen Markt entzieht und Strukturen für zivilgesellschaftliche Mitbestimmung und nachbarschaftliche Selbstverwaltung schafft. Die Stiftung geht über Einzelprojekte hinaus und kann helfen, diese untereinander und mit den jeweiligen Nachbarschaften zu verbinden. Sie zeigt Möglichkeiten der Mitbestimmung über städtischen Boden und seine Nutzungen auf, die in ferner Zukunft auch einmal Eingang in staatliches und Verwaltungshandeln finden könnten, beispielsweise in die Konzeption eines zivilgesellschaftlich getragenen, kommunalen Bodenfonds oder die dauerhafte Sicherung rekommunalisierten Eigentums.“

André Sacharow

Hintergrund

Ein Bein im Mietenaktivismus (AmMa65), ein Bein im Lernen einer neuen Form von Ko-Produktion zwischen Zivilgesellschaft und Stadtverwaltung. Derzeit Großteil meiner Zeit aktiv für die Stadtbodenstiftung in koordinierenden Aufgaben. Interdisziplinäres Studium in London mit Fokus auf Stadt, Beteiligung am Aufbau eines Community Land Trust dort.

Darum bin ich dabei:

„In der Stadtbodenstiftung sehe ich ein Zusammenkommen von unterschiedlichsten Menschen und Interessen, um gemeinsam etwas gegen die Verdrängung in unserer Stadt zu tun. Damit Stadt Gemeingut wird, müssen wir neue Strukturen schaffen!“

Kontakt: kontakt@stadtbodenstiftung.de

Wir sind immer offen für weitere Interessent*innen: Komm und mach mit!

Die CLT-Initiative ist darauf angelegt, ständig neue und weitere Mitglieder zu integrieren. Wer Interesse hat und sich im Prozess der Stiftungsgründung einbringen kann, ist herzlich eingeladen zu unseren regelmäßigen Treffen.

Zum einfachen Kennenlernen haben wir auch ein ganz offenes Infoveranstaltungsformat: Komm zu einer unserer „Last Monday“-Veranstaltungen, die immer wieder an neuen Orten stattfinden.