In unserem Basis-Dokument sind die Zielen der Stadtbodenstiftung ausformuliert.

Ziel unserer Initiative ist es, einen Gegenpol zur Spekulationsspirale in Berlin zu setzen, indem Grund und Boden dem profitorientierten Markt entzogen und für eine gemeinwohlorientierte Bewirtschaftung gesichert werden. So soll das erhalten bleiben oder geschaffen werden, was in den jeweiligen Nachbar­schaften gebraucht wird: günstiger Wohnraum, gewerbliche, soziale oder kulturelle Nutzungen – von Nachbarschaftszentren über Gewerbehöfe bis zu Gemeinschaftsgärten.

Anfang 2018 entstand der Wille, sich als Initiative darauf zu fokussieren, eine Bodenstiftung zu gründen, die vom Modell des Community Land Trust (CLT) inspiriert sein sollte. Ein CLT erwirbt Boden, um ihn dauerhaft zu halten, wobei er gemeinschaftlich durch Nutzende, Nachbarschaft und Öffentlichkeit gesteuert wird.

Derzeit besteht die Initiative aus ca. 20 Personen aus unterschiedlichen Kontexten – aus Nachbarschaftsinitiativen, Genossenschaften, Hausprojekten, oder der Forschung. Es sind Aktivist*innen, am CLT-Modell Interessierte, aber auch alternative Projektentwickler*innen sowie in der Bezirkspolitik Aktive. Mit Unterstützung des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg und einer durch dieses finanzierten Studie haben wir die konzeptionelle Grundlage für eine vom CLT-Modell inspirierte, demokratisierte Stiftung ­erarbeitet, aus der die künftige Stadtbodenstiftung erwachsen wird – aus Friedrichshain-Kreuzberg für Berlin. 

Die Struktur und die Satzung der Stiftung ist derzeit in Bearbeitung und Prüfung. Es gab Gespräche mit Initiativen und Hausprojekten sowie erste Verhandlungen über zu erwerbende ­Immobilien. Die Arbeit der CLT-Initiative und die Konzeption einer entsprechenden Stiftung wurden im Rahmen verschiedener Veranstaltungen mit einer breiten Öffentlichkeit sowie mit Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung diskutiert und weiterentwickelt. 

Im nächsten Schritt starten wir unsere Kampagne zur Gründung der Stadtbodenstiftung.